Kinder

Sicher schwimmen – entdecke das Wasser mit Spaß und Vertrauen

Wasser ist spannend, bewegt sich ständig und kann dich tragen. Planschen, tauchen und schwimmen machen riesigen Spaß – doch bevor du dich richtig sicher fühlst, solltest du das Wasser gut kennenlernen. Nicht jedes Kind ist sofort mutig im Wasser. Das ist völlig normal! Mit ein wenig Übung wirst du schnell merken, wie leicht sich dein Körper bewegt und wie viel Freude sicheres Schwimmen macht. Je besser du das Wasser verstehst, desto sicherer bist du unterwegs.

 


Was Kinder über Wasser wissen sollten

Wasser macht Spaß

– hat aber auch Kraft


Planschen, springen oder spielen – Wasser fühlt sich schön leicht an, birgt aber mit seiner Kraft auch Gefahren. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie es funktioniert.

 

Wusstest du schon?

  • Wasser kann dich tragen.

  • Wasser kann dich auch ziehen.

  • Im Wasser gibt es keine Luft zum Atmen.

  • Wenn du ruhig bleibst, hilft dir das Wasser zu schweben.

Wer das Wasser versteht, kann sicher darin spielen.

Warum Wasser dich tragen kann

Auftrieb einfach erklärt


Hast du schon einmal einen Tischtennisball ins Wasser gelegt? Er bleibt oben. Ein Stein dagegen sinkt. Der Unterschied ist die Luft. Wenn du tief einatmest, ist dein Körper voller Luft – und das hilft dir, oben zu bleiben. Atmest du aus, wirst du etwas schwerer und sinkst langsam.

 

Mini-Experiment:
Lege dich mit dem Gesicht nach auf den Rücken ins Wasser und bleibe ganz ruhig. Atme tief ein und lasse dich treiben. Frage Mama oder Papa nach Unterstützung. Spürst du, wie das Wasser dich trägt? Genau das ist die Grundlage fürs Schwimmen!

 

Bildidee:
Kind macht Seestern auf dem Rücken
kleine Grafik: Schwimmen (Tischtennisball) vs. Sinken (Stein)


Wassergewöhnung

Der wichtigste erste Schritt zum sicheren Schwimmen

Viele denken, dass Schwimmen mit dem Erlernen von Arm- und Beinbewegungen beginnt. In Wirklichkeit beginnt alles schon viel früher mit der Wassergewöhnung. Die DLRG betont, dass eine frühzeitige, spielerische Wassergewöhnung (ab ca. 4 Jahren) essenziell ist, um Ängste abzubauen und die Basis für schnelles Schwimmenlernen zu schaffen. Sie beinhaltet Atemschulung, Tauchen, Springen und das Erleben von Wasserwiderstand, um Kinder sicher und vertraut mit dem Element zu machen. Kinder, die sich im Wasser wohlfühlen, lernen deutlich leichter schwimmen. 

 

Interview mit Übungsleiter 

Wassergewöhnung zuhause – spielerisch starten

3 Wassergewöhnungsspiele für Zuhause

Video

Auftrieb in der Badewanne entdecken

Drücke zum Beispiel einen Tischtennisball unter Wasser – was passiert? Genau, er springt wieder nach oben! Was passiert hingegen mit einem schweren Gegenstand wie zum Beispiel einem Stein? Genau, er sinkt im Wasser auf den Boden. 

Wasser übers Gesicht laufen lassen

Erst mit den Händen Wasser an das Gesicht führen. Später kannst du mit einer kleinen Gießkanne oder einem Becher vorsichtig immer mehr Wasser über den Kopf laufen lassen. Wie fühlt sich das an?

Körperbewegungen im Wasser verstehen

Mit Hilfe einer Playmobil-Figur kannst du den Auftrieb spielerisch kennenlernen. Wie verhält sich die Playmobil-Figur, wenn du sie ins Wasser lässt? Richtig, sie liegt oder schwebt auf dem Wasser. Wenn du viel Luft einatmest, ruhig im Wasser bleibst und versuchst deinen Körper waagerecht zu legen, so treibst du wie die Playmobil-Figur im Wasser. Probiere es mit einem Erwachsenen aus.

Wassergewöhnung im Schwimmbad

3 Spielideen zur Wassergewöhnung

Ring balancieren

 

So geht’s:
Das Kind bekommt einen Tauchring auf den Kopf gelegt und geht eine beliebig lange Strecke durch das Nichtschwimmerbecken, ohne dass der Ring herunterfällt.

 

Das fördert das Spiel:
Beim Balancieren lernt das Kind, sich aufrecht im Wasser zu bewegen und das Gleichgewicht zu halten. Es spürt den Wasserwiderstand und stärkt dadurch seine Körperkontrolle. Gleichzeitig gewinnt es Sicherheit beim Gehen im Wasser und verliert spielerisch die Scheu vor Spritzwasser im Gesicht.

Wasser-Limbo

 

So geht’s:
Eine erwachsene Person hält eine Schwimmnudel waagerecht ins Wasser. Zunächst in einer Höhe, unter der das Kind bequem hindurchgehen kann. Nach und nach wird die Nudel tiefer gehalten, sodass sich das Kind bücken oder schließlich mit dem Gesicht bzw. dem Kopf untertauchen muss.

 

Das fördert das Spiel:
Das Kind gewöhnt sich Schritt für Schritt an Wasser im Gesicht und lernt, kontrolliert ins Wasser auszuatmen. So wird das Spiel zu einer idealen Vorbereitung auf das spätere Tauchen und stärkt das Vertrauen ins eigene Können.

Wasserbrett-Strampeln

 

So geht’s:
Das Kind hält sich mit beiden Händen an einem Schwimmbrett fest und strampelt mit den Beinen eine beliebige Strecke durch das Wasser.

 

Das fördert das Spiel:
Das Kind erlebt, dass es sich durch eigene Bewegung im Wasser vorwärtsbewegen kann. Dabei wird die Beinmuskulatur gekräftigt und eine wichtige Grundlage für die spätere Schwimmtechnik geschaffen. Gleichzeitig stärkt das Spiel das Vertrauen in Auftrieb und Bewegung im Wasser.

Wassergewöhnungskurse

Warum Wassergewöhnung so wichtig ist

In einem Kurs lernen Kinder Schritt für Schritt: Vertrauen ins Wasser aufzubauen, zu gleiten, zu tauchen, richtig zu atmen, sich selbst zu retten. Und das Beste: Mit anderen Kindern macht es doppelt Spaß! Wassergewöhnung ist die wichtigste Grundlage um sicheres Schwimmen zu erlernen.


Sicher schwimmen lernen

Diese Fähigkeiten sind wichtig


Sicher schwimmen bedeutet mehr als nur ein paar Meter zu schaffen.

Ihr solltet folgendes können:

  • ohne Angst ins Wasser gehen

  • mit dem Kopf untertauchen können

  • im Wasser schweben und gleiten

  • mehrere Atemzüge koordinieren ohne euch zu Verschlucken

  • euch selbst zum Beckenrand bewegen

Erst dann spricht man von echter Wassersicherheit.

 

Du willst sicher schwimmen lernen? Komm zu uns in den Schwimmkurs!


Sicherheit geht immer vor

Wasser ist wunderbar – aber kein Spielzeug.


Wenn ihr noch nicht sicher schwimmen könnt oder euch auch nicht sicher fühlt, holt euch immer eine erwachsene Begleitperson mit dazu.  

Wichtig hierfür ist auch, dass ihr die Baderegeln kennt. Diese findet ihr hier: 

Button Baderegeln

Die wichtigsten Dinge, die ihr beachten solltet:

  • Baderegeln kennen

  • Schwimmhilfen helfen, habt aber trotzdem immer eine erwachsene Begleitperson dabei  

  • Nicht übermütig werden

  • Bei Müdigkeit Pause machen

  • Nie alleine ins Wasser gehen

Eure Sicherheit sorgt dafür, dass der Spaß bleibt.