Rettung

Sicherheit entsteht gemeinsam

 

Ein Schwimmbad ist ein Ort für Bewegung, Freude und Gemeinschaft. Doch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es zu Notfällen kommen.

Genau deshalb gilt auch hier unser Leitsatz: Sicherheit entsteht gemeinsam.

Jede und jeder von uns kann im Ernstfall richtig reagieren – ruhig, überlegt und verantwortungsvoll.

 


Ertrinken passiert leise

 

Viele Menschen stellen sich vor, dass eine ertrinkende Person laut schreit oder wild um sich schlägt. In Wirklichkeit verläuft Ertrinken oft still und schnell.

Typische Anzeichen können sein:

  • Kein Rufen oder Schreien

  • Kopf tief im Wasser, Mund auf Wasserniveau

  • Glasiger oder leerer Blick

  • Unkoordinierte, paddelnde Armbewegungen

  • Senkrechte Körperhaltung ohne sichtbare Beinbewegung

  • Versuch, sich am Beckenrand „hochzuziehen“, ohne voranzukommen

Wenn Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt, zögern Sie nicht. Lieber einmal zu viel reagieren als einmal zu spät.


Was im Ernstfall zu tun ist

Sofort Aufmerksamkeit erzeugen

 

Rufen Sie laut um Hilfe.
Machen Sie andere Badegäste und vor allem unser Aufsichtspersonal sofort aufmerksam.

Badpersonal direkt alarmieren

 

In einem Schwimmbad ist das geschulte Aufsichtspersonal die erste und wichtigste Anlaufstelle.

  • Suchen Sie Blickkontakt

  • Rufen Sie laut

  • Deuten Sie klar ins Wasser

Unsere Fachangestellten für Bäderbetriebe sind für genau solche Situationen ausgebildet – inklusive Rettungsschwimmen, Reanimation und Notfallmanagement.

Nur helfen, wenn Sie sich nicht selbst gefährden

 

Springen Sie niemals unüberlegt ins Wasser.

Eine panische Person kann Retter unter Wasser drücken.
Ungeübte Rettungsversuche führen häufig zu weiteren Notfällen.

Stattdessen:

  • Reichen Sie eine Schwimmnudel oder einen Rettungsring

  • Reichen Sie ein Handtuch oder ein langes Objekt

  • Bleiben Sie sicher am Beckenrand

Was passiert bei einer Rettung durch das Personal?

 

Unser Team ist geschult in:

  • Wasserrettungstechniken

  • Befreiungsgriffen bei panischen Personen

  • Schnelltransport aus dem Becken

  • Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)

  • Einsatz eines AED (Defibrillator)

  • Notfallkoordination mit Rettungsdienst (112)

Nach der Rettung wird sofort geprüft:

  • Ist die Person ansprechbar?

  • Atmet sie normal?

Falls notwendig, beginnen sofort Wiederbelebungsmaßnahmen.


Typische Irrtümer über Ertrinken

 

❌ „Man hört es sofort.“
Nein, Ertrinken ist meist lautlos.

 

❌ „Wer winkt, braucht keine Hilfe.“
Unkoordinierte Armbewegungen können ein Notzeichen sein.

 

❌ „In einem Schwimmbad passiert nichts.“
Auch unter Aufsicht können Sekunden entscheidend sein.

Prävention: der wichtigste Schutz

 

Viele Notfälle lassen sich vermeiden durch:

  • Aktive Aufsicht von Kindern – immer in Griffnähe

  • Keine Ablenkung durch Smartphone

  • Realistische Einschätzung der eigenen Schwimmfähigkeit

  • Teilnahme an Schwimmkursen

  • Beachtung der Baderegeln

Schwimmen zu können bedeutet Sicherheit – aber keine absolute Gefahrfreiheit.

Unser gemeinsames Ziel

 

Unser geschultes Team sorgt täglich für Sicherheit im Bad.
Doch echte Sicherheit entsteht durch:

  • Aufmerksamkeit aller Badegäste

  • Verantwortungsbewusstsein der Eltern

  • Schnelles Handeln im Ernstfall

Sicherheit entsteht gemeinsam.